25 Januar 2007

Frankfurter Feldbahnmuseum: Feldbahnmuseum baut Fahrzeughalle, aus Frankfurter Neue Presse

http://www.rhein-main.net/sixcms/
list.php?page=fnp2_news_article&id=3469637

Bockenheim.Für Freunde der Bahn- und Industriegeschichte ist das Frankfurter Feldbahnmuseum ein Eldorado: Über 100 Jahre alte Dampf- und Dieselloks sowie Züge aus Bergbau und Industriefertigung sind hier zuhause, bekommen noch im Sommer eine verlängerte Trasse. Im Juni ergänzt eine javanische Dampflok die Sammlung, für die sich sogar Altkanzler Helmut Kohl stark gemacht hatte.
Für die Mitglieder des Feldbahnmuseums ist das historische Erbe Grund genug, nach Jahren der Vorplanung endlich mit dem Bau der neuen Fahrzeughalle zu beginnen. Eine wesentliche Hürde ist jetzt genommen: Das ...

24 Januar 2007

Harzer Schmalspurbahnen GmbH: Züge fahren wieder auf den Brocken

http://www.lok-report.de/

Nach Beseitigung der zahlreichen Sturmschäden wurde der Zugverkehr bei den Harzer Schmalspurbahnen (HSB) bereits am vergangenen Samstag, den 20.01.2007, schon wieder größtenteils aufgenommen. Seit letztem Sonntag fahren die Züge nun auch wieder auf den Brocken.
Das Orkantief "Kyrill" hinterließ in der Nacht vom 18.01. auf den 19.01.2007 deutliche Spuren am Schienennetz der HSB. Nach Durchzug des Sturms machten umgestürzte Bäume die Gleise der Harzquer- und Selketalbahn auf weiten Abschnitten unpassierbar. Lediglich zwischen Nordhausen und Ilfeld konnten die Züge weiterhin störungsfrei verkehren.
Nachdem der Zugverkehr bereits am Donnerstag, den 18.01.2007 aus Sicherheitsgründen weitgehend eingestellt werden musste, offenbarten sich am Folgetag die Auswirkungen eines der schwersten Stürme der vergangenen zwei Jahrzehnte. Bis zu zwanzig Einsatzkräfte mussten am frühen Freitagmorgen ausrücken und standen bis in die Abendstunden im Dauereinsatz, um die Gleise der HSB von insgesamt 310 umgestürzten Bäumen zu befreien. Am stärksten traf "Kyrill" dabei die Strecke von Wernigerode nach Eisfelder Talmühle. Allein in diesem Bereich mussten über 200 Bäume aufwendig geborgen und von den Schienen geräumt werden. Auf der Selketal- sowie auf der Brockenbahn blockierten jeweils ca. 40 - 50 Bäume die Bahntrassen. Im Rahmen der Aufräumarbeiten erhielt die HSB tatkräftige Unterstützung vor allem von Mitarbeitern der Forstverwaltung Fürst zu Stolberg in Wernigerode.
Trotz der schwierigen Geländebedingungen und der teilweise stark ineinander verkeilten Baumstämme konnten die HSB-Gleise von den Einsatzkräften bis zum frühen Samstagvormittag geräumt werden. Anschließend wurde der Zugverkehr nach Schierke sowie auf der Selketalbahn sofort wieder aufgenommen. Bereits einen Tag später erreichte dann auch schon wieder der erste planmäßige Zug pünktlich den schneebedeckten Bahnhof Brocken (Pressemeldung Harzer Schmalspurbahnen GmbH, 19.10.07).

Schmalspurzüge im Harzer Selketal erfüllten Erwartungen, aus pr-inside

http://www.pr-inside.com/de/
schmalspurzuege-im-harzer-selketal-erfuellten-r43679.htm

(PR-inside.com 24.01.2007 14:05:09) - Auf der erweiterten Strecke der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) im Selketal sind 2006 rund 115 000 Fahrgäste befördert worden. Das seien 15 Prozent mehr als im Vorjahr, sagte HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener am Mittwoch in Wernigerode. Der fahrplanmäßige Zugbetrieb zwischen Quedlinburg und Gernrode war erst Ende Juni aufgenommen worden.
Wernigerode (ddp-lsa). Auf der erweiterten Strecke der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) im Selketal sind 2006 rund 115 000 Fahrgäste befördert worden. Das seien 15 Prozent mehr als im Vorjahr, sagte HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener am Mittwoch in Wernigerode. Der fahrplanmäßige Zugbetrieb zwischen Quedlinburg und Gernrode war erst Ende ...

Parkeisenbahn Berlin: Winterfahrtag bei der Parkeisenbahn

www.parkeisenbahn.de

Am 4. Februar unterbricht die Parkeisenbahn Wuhlheide den Winterschlaf und lädt
zu gemütlichen Rundfahrten durch die winterliche Wuhlheide ein.
Der mit einer Diesellok bespannte Zug startet um 12.00, 12.45, 13.30, 14.15,
15.00, 15.45 und 16.30 Uhr vom Hauptbahnhof der Parkeisenbahn und hält unterwegs
auch auf den Bahnhöfen Eichgestell und Badesee.
Im Betriebswerk ist eine rund 20-minütige Pause vorgesehen. Denn dort wartet
unsere Handhebeldraisine um zu kurzen Pendelfahrten zu starten und eine kleine
Gartenbahnanlage freut sich auf Zuschauer. Für Heißgetränke und gegrillte Rostbratwürste
wird ebenfalls gesorgt.
Die Fahrkarten zum Preis von 3,00 Euro (Kinder zahlen 2,00 Euro) sind im Zug
erhältlich. Der S-Bahnhof Wuhlheide wird leider nicht angefahren. Der Zustieg ist
am ca. 600 m entfernten Bf. Badesee möglich.
Zu erreichen ist das Freizeit- und Erholungszentrum mit der S-Bahnlinie S 3 sowie
mit den BVG-Straßenbahnlinien 27, 63 und 67.
Weitere Informationen zur Parkeisenbahn zum Winterfahrtag unter:
www.parkeisenbahn.de bzw.
www.parkeisenbahn.de/start/aktuell/aktuell.htm
Bilder zur Veröffentlichung können unter u.g. Mail-Adresse abgefordert werden.
Nachwuchssuche
Ab sofort können sich wieder Kinder ab 11 Jahre für die Mitarbeit bei der Parkeisenbahn
Wuhlheide anmelden. Interessierte Kinder können sich unter der unten
angegebenen Kontaktadresse oder während des Winterfahrtages auf unseren Bahnhöfen
melden.
Berliner Parkeisenbahn gGmbH
- Träger der freien Jugendhilfe -
An der Wuhlheide 189
12459 Berlin
Kontakt: Ramona Fritsche
Tel. 030 / 53 89 26 0
Fax. 030 / 53 89 26 99
E-Mail info@parkeisenbahn.de

23 Januar 2007

Jerichow: Mit Pfiff erfolgreiches Jahr 2006 wiederholen, aus Volksstimme

http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/
lokales/burg/
?sid=920db952deba86f66c0c1ef25118309d&em_cnt=226049

Auf ein durchaus erfolgreiches Jahr 2006 kann der Traditionsverein Kleinbahn des Kreises Jerichow I zurückblicken. Dieses Fazit konnte der Vorsitzende des Vereins, Kilian Kindelberger, in der Mitgliederversammlung ziehen.
Grabow. " Das Jahr 2006 war unter anderem geprägt von der Planung und Organisation der beginnenden Gleisarbeiten in Magdeburgerforth und dem Kauf des Bahnhofes in Altengrabow ", stellte Kilian Kindelberger in seinem Rechenschaftsbericht fest. Viel persönliche Freizeit brachten hierbei die Vorstandsmitglieder Kilian Kindelberger und Ingo Dorbrietz sowie Evelin und Olav Fabricius ein. Fahrten nach Halle, Mansfeld, Gübs, Dörnitz und Magdeburgerforth waren erforderlich.
Durch den Vorstand wurden zwei Anträge zu Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung ...

21 Januar 2007

Molli: Die Segnungen des G-8-Gipfels, aus Die Welt

http://www.welt.de/data/2007/01/21/1183884.html

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Auch der mehrheitlich dem Landkreis Bad Doberan gehörenden und im öffentlichen Nahverkehr fahrenden Nostalgie-Bahn Molli nutzt der G 8-Gipfel. Sie muss wegen des Zaunes den öffentlichen Betrieb während der drei Tage zwar einstellen, dient aber als Shuttle für Journalisten. Was das Bundespresseamt dafür zahlt, darüber schweigt sich Geschäftsführerin Angelika Münchow eisern aus.

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19 Januar 2007

Traditionslok 99 604 kehrt nach über 36 Jahren nach Sachsen zurück

http://www.lok-report.de/

Kaum ist das Festjahr "125 Jahre Schmalspurbahnen in Sachsen" Geschichte, steht der nächste freudige Anlass für alle Freunde der sächsischen Schmalspurbahnen ins Haus. Die sächsische Schmalspurlokomotive 99 604, eine besondere Vertreterin der legendären Gattung IV K, kehrt nach Sachsen zurück. Nachdem diese Lok über 36 Jahre fern der Heimat war, konnte sie am 18.01.07 Dank einer Vereinbarung mit der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (DGEG) im Historischen Güterboden Radebeul-Ost begrüßt werden und kommt damit wieder dorthin zurück, wo sie viele Jahrzehnte im Streckendienst eingesetzt war.
Die DGEG erwarb 1970 die Lok von der Deutschen Reichsbahn und hat sie so vor dem Schneidbrenner bewahrt. Mustergültig gepflegt blieb so ein Fahrzeug erhalten, das noch im ursprünglichen Zustand zu bewundern ist.
Nach vielfältigen Diskussionen zum Museumskonzept des Bochumer Museums kam die DGEG jedoch zu der Überzeugung, dass die 99 604 in ihrer Heimat besser präsentiert werden kann. Bereits im September 2003 hatten intensive Gespräche zur Rückkehr der Lok nach Sachsen begonnen. Kurz vor Weihnachten 2006 konnte dann eine Einigung zwischen der DGEG und dem VSSB erzielt werden. Die Lok befindet sich Dank der Bemühungen der DGEG und des Eisenbahnmuseums Bochum-Dahlhausen in einem hervorragenden Zustand und findet so als Attraktion ihren neuen Platz in dem im Aufbau befindlichen Schmalspurbahnmuseum im Historischen Güterboden Radebeul-Ost.
Möglich ist die Rückkehr jedoch nur durch die breite Unterstützung vieler Schmalspurbahnfreunde. "Wir sind deshalb vielen Freunden und Unterstützern, Privatpersonen und Unternehmen, sehr dankbar, dass sie die Rückkehr dieser besonderen sächsischen Schmalspurlokomotive ermöglicht haben", bringt der Vereinsvorsitzende Dr. Andreas Winkler den Dank des VSSB zum Ausdruck. Winkler weiter: "Ein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang dem Verband der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen e.V., der die Rückkehr in besonderer Weise unterstützt. Unternehmen aus beiden Mutterländern der Industrialisierung in Deutschland, Sachsen und Nordrhein-Westfalen, bekennen sich damit aktiv zu ihrem wichtigen kulturhistorischen Erbe und bewahren regionale Kulturgüter. Gerade im Computerzeitalter ist dieses mit Händen greifbare Verständnis für unsere Herkunft besonders wichtig." (Pressemeldung Verein zur Förderung Sächsischer Schmalspurbahnen e. V., Fotos Sergej Makarow, 19.01.07).

18 Januar 2007

Harzer Schmalspurbahn stellt Betrieb im Oberharz ein, aus Leipziger Volkszeitung

http://www.lvz-online.de/aktuell/content/
13470.html

Wernigerode. Wegen des aufziehenden Orkans „Kyrill“ hat die Harzer Schmalspurbahn (HSB) am Donnerstag ihren Betrieb zwischen Wernigerode und Schierke im Oberharz vorläufig eingestellt. „Der Wind hat immer mehr zugenommen, die Sicherheit unserer Fahrgäste geht vor“, sagte ein HSB-Sprecher.
Fahrten von Schierke weiter zum 1142 Meter hoch gelegenen ...

17 Januar 2007

Rügen: Mecklenburg-Vorpommern: Ausschreibung Rügensche Kleinbahn

http://www.lok-report.de/

Das Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch die VMV – Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH hat im Amtsblatt der Europäischen Union die Personenbeförderung im Schienenpersonennahverkehr und Betrieb und Instandhaltung der Eisenbahninfrastruktur, ggf. von historischen Eisenbahnfahrzeugen, ausgeschrieben (2007/S 10-011474).
Hauptort der Dienstleistung sind die Eisenbahnstrecken Göhren - Putbus - Lauterbach (Mole) bzw. Göhren - Putbus. Gefordert werden die Erbringung von Verkehrsleistungen zur Beförderung der Allgemeinheit im öffentlichen Personennahverkehr (Schienenpersonennahverkehr) auf den Schmalspurstrecken der Insel Rügen unter Einsatz von historischen Zügen in Dampf- und Dieseltraktion sowie Leistungen zum Betrieb und zur Instandhaltung der Eisenbahninfrastruktur und ggf. der historischen Züge.
Der Auftrag umfasst eine Leistung zwischen 120.000 bis 140.000 Zugkilometer p.a. vom 01.01.2008 bis 31.12.2017 bzw. über eine zu verhandelnde Laufzeit von 10 bis 20 Jahren (17.01.07).

12 Januar 2007

VSSB: Erfolgreiche Zwischenbilanz für Schmalspurlokomotive I K Nr. 54

http://www.lok-report.de/

Nach Ablauf des Festjahres „125 Jahre Schmalspurbahnen in Sachsen" kann auch das Vorhaben „Schmalspurlokomotive I K Nr. 54" eine erfolgreiche Zwischenbilanz ziehen. Dr. Andreas Winkler, Vorsitzender des VSSB, hierzu: „Vor Weihnachten 2006 und in den letzten Tagen des alten Jahres erhielten wir nochmals eine besondere Zustimmung zu unserem sächsischen Projekt. 300.000 Euro Geldspenden sind auf dem Sonderkonto eingegangen. Dazu kommen die Zusagen über Sachleistungen in gleicher Höhe und das enorme ehrenamtliche Arbeitspensum unserer Arbeitsgruppen. All dies hätten wir vor einem Jahr nicht zu träumen gewagt. Wir sind überwältigt von der Unterstützung, die das Projekt im zurückliegenden Jahr erfahren hat."
Getragen wird das Projekt von einer breiten Basis ehrenamtlich Engagierter in den Arbeitsgruppen, einer hohen Spendenbereitschaft der Schmalspurbahnfreunde und der Mithilfe vieler zumeist mittelständischer Unternehmen, so u. a. durch die Firmen May Stahl-und Metallbau Dresden, Modellbau Chemnitz GmbH, OMERAS GmbH Lauter, Hörmann Engineering GmbH Chemnitz, Ingenieurbüro Vössing Dresden und Industrie-Partner GmbH Coswig.
Die gewährte Unterstützung liegt zwischen 10 Euro und mehreren Tausend Euro und kommt aus allen Regionen Deutschlands, aber auch aus dem Ausland, u. a. den Niederlanden, der Schweiz und Österreich.
Mit der Dr. Röver & Partner KG aus Berlin konnte zudem ein neuer Premium-Partner gewonnen werden, der ab Januar 2007 das Vorhaben in besonderer Weise unterstützt. Die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatergesellschaft unterhält bereits intensive Kontakte zu Unternehmen und Mandanten in Sachsen und möchte sich mit seiner Premium-Partnerschaft auch bei seinen sächsischen Geschäftspartnern bedanken.
Nach intensiven technischen Vorgesprächen und Detailplanungen stehen nun die ersten Montageleistungen für das Führerhaus und den Kessel an. Winkler freut sich: „Die Techniker haben die Signale auf Grün gestellt, der Spendenkessel hat ordentlich Dampf - wir werden in diesem Jahr die ersten Bauteile präsentieren können. Damit liegen wir im Zeitplan, diese einzigartige Dampflokomotive bald als besonderen Sympathieträger für die touristische Vermarktung der sächsischen Schmalspurbahnen auf s Gleis zu bringen." (Pressemeldung Verein zur Förderung Sächsischer Schmalspurbahnen e.V., 12.01.07).

Harzer Schmalspurbahnen GmbH: 99 5902 auf dem Weg nach Meiningen

http://www.lok-report.de/

Am frühen Morgen wurde am 11.01.07 im Bahnhof Wernigerode-Hasserode die Dampflokomotive 99 5902 (Jung, 1897/261) auf einen Straßentransporter verladen. Die 110 Jahre alte Lokomotive der Bauart „Mallet“ verließ Wernigerode anschließend mit dem Fahrtziel Meiningen. Im dortigen Dampflokwerk wird die 99 5902 in den kommenden Monaten eine umfangreiche Hauptuntersuchung erhalten.
Die im Jahre 1897 bei der Lokomotivfabrik Jung in Jungenthal gebaute Maschine wurde noch im selben Jahr an die damalige Nordhausen - Wernigeroder Eisenbahn (NWE) mit der Betriebsnummer NWE 14 abgeliefert. Bis zum Jahre 1901 wurden noch insgesamt elf weitere Lokomotiven dieser Bauart von der NWE in Betrieb genommen, im Jahre 1920 folgte sogar noch eine dreizehnte Maschine. 1949 zählten noch insgesamt sechs Stück zum Fuhrpark des nunmehr von der Deutschen Reichsbahn betriebenen Schmalspurnetzes im Harz. Hiervon gelangten nach der Privatisierung im Jahre 1993 noch vier Lokomotiven dieser für ihren seltenen Vierzylinder-Verbundantrieb bekannten Bauart in den Bestand der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB). Neben der 99 5902 hält die HSB noch heute die Mallet-Lokomotiven 99 5901 und 99 5906 für Sonder- und Planeinsätze betriebsfähig vor.
Nach Abschluß der Hauptuntersuchung im Meininger Dampflokwerk wird die 99 5902, deren Reaktivierung im Jahre 2000 nach einer siebenjährigen Abstellzeit erfolgte, wieder für Einsätze zur Verfügung stehen und die nunmehr 110-jährige Tradition der Mallet-Lokomotiven im Harz aufrecht erhalten (Pressemeldung Harzer Schmalspurbahnen GmbH, 12.01.07).

11 Januar 2007

Österreich: Pinzgaubahn wird von der ÖBB an Land Salzburg übertragen

http://www.lok-report.de/

Bund, Land Salzburg und die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben am 10.01.07 eine Grundsatzerklärung zum Weiterbestand der Pinzgaubahn geschlossen. Die ÖBB übertragen mit 1. Jänner 2008 die Pinzgaubahn an das Land Salzburg. Verkehrsminister Hubert Gorbach: "Der 2005 geschlossene Vertrag, mit dem die Modernisierung und Attraktivierung der Pinzgaubahn vereinbart wurde, wird von den ÖBB in der Höhe von rund 12,9 Millionen Euro abgelöst".
Mit diesen Mitteln und den Fördermitteln für Privatbahnen erfolgt zunächst der Wiederaufbau des Abschnitts Mittersill und Krimml, der durch das Hochwasser weitreichend zerstört wurde, sowie die Attraktivierung und Modernisierung der gesamten Strecke. "Dies bedeutet einen großen Fortschritt zur Findung von Lösungen bei den Regionalbahnen", so Verkehrsstaatsekretär Magister Helmut Kukacka.
Die Grundsatzerklärung beinhaltet folgende Punkte:
• Die Pinzgaubahn wird vom Land Salzburg mit 1. Jänner 2008 übernommen.
• Die vom Hochwasser 2005 zerstörte Strecke zwischen Mittersill und Krimml wird in neuer, direkterer Trassenführung so schnell wie möglich wiederaufgebaut. Die Planungen laufen bereits, der Bahndamm ist durch den Bau von Hochwasser-Schutzmaßnahmen bereits fertig gestellt. Mit einem Abschluss der Bauarbeiten dürfte im Lauf des Jahres 2008 zu rechnen sein.
• Die Kosten des Wiederaufbaus in Höhe von rund 10,5 Millionen Euro werden folgendermaßen aufgebracht:
- 5,25 Millionen Euro werden vom BMVIT innerhalb eines mehrjährigen Investitionsprogramms für Privatbahnen aufgebracht.
- Rund vier Millionen Euro für die Erhaltung werden aus den Geldern des Infrastrukturvertrags von 2005 durch den Neubau der Strecke frei und können für den Wiederaufbau eingesetzt werden.
- Die restlichen 20 Prozent wird das Land über seine jährlichen Finanzierungsraten beitragen.
• Die ÖBB stellen die 2005 vertraglich vereinbarten Gelder für Ausbaumaßnahmen und
Streckenerhaltung in Höhe von 12,98 Millionen Euro in einer Tranche bis Ende 2007 zur Verfügung.
• Das Land wird ein privates Verkehrsunternehmen mit dem Betrieb der Bahn beauftragen.
• Ende des Jahres 2007 werden die neuen, modernen Zuggarnituren im Pinzgau eintreffen und eine ganz neue Qualität des Öffentlichen Verkehrs (ÖV) zwischen Zell am See und Krimml bringen.
• Für den Betrieb der Bahn stellt der Bund auch in Zukunft für den privaten Betreiber die gleichen jährlichen Zuschüsse zur Verfügung wie bisher den ÖBB.
• Es wird einen abgestimmten Fahrplan mit dem Postbus als Konzessionsinhaber der parallelen Buslinien geben, der das leistungsfähige Rückgrat des ÖV im Oberpinzgau bildet.
"Die Menschen im Pinzgau profitieren, wenn der Öffentliche Verkehr ein möglichst flächendeckendes Angebot bietet. Gerade deshalb setze ich mich so vehement für den Ausbau und die Attraktivierung der künftigen Nationalparkbahn auf der vollen Länge ein. Die zukünftige Bahn schafft mehr Mobilität, sichert damit Arbeitsplätze und stärkt die Wettbewerbschancen der Region. Die neue Nationalparkbahn bedeutet Lebensqualität für den Pinzgau", sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer. Diese Einigung könnte als Vorbild für die zahlreichen weiteren geplanten anstehenden "Verländerungen" von ehemaligen ÖBB-Nebenstrecken dienen. Insbesondere in Ober- und Niederösterreich will die ÖBB weitere Nebenbahnen abgeben.
Die Einigung ist nunmehr die Grundlage für den notwendigen Regierungsbeschluss der Salzburger Landesregierung. Zu klären ist jetzt, welches Verkehrsangebot auf der neuen Strecke mit den neuen Garnituren auf Basis der zur Verfügung stehenden Gelder erstellt werden kann. Auch die künftige Rolle des Güterverkehrs auf der Bahnstrecke muss berücksichtigt werden. "Ich bin zuversichtlich, dass wir auf dieser Grundlage in den Gesprächen innerhalb der Landesregierung, mit den Vertretern der Region und mit unseren potentiellen Partnern der Verkehrsunternehmen gemeinsam eine moderne und attraktive Nationalparkbahn fixieren können“, so Haslauer zu den nächsten Schritten
(Pressemeldungen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und Land Salzburg, 11.01.07).